03. März 2008

Millencolin - Poppige Schwedenpunks

Millencolin

Nachdem die vier Schweden bereits vor einigen Wochen mit Machine 15 den Titel ihres neuen Longplayer bekannt gaben und auf ihrer MySpace-Seite mit Brand New Game einen ersten musikalischen Vorboten ins Rennen um die Gunst der Fans schickten, kann nun auch das Video zur ersten, überraschend poppigen Single Detox bestaunt werden:


Bleibt zu hoffen, dass die Mannen um Sänger und Bassist Nikola Sarcevic auf “Machine 15″, welches Anfang April via Burning Heart veröffentlicht wird, auch wieder einige Punkrock-Salven vom Kaliber der Vorgänger Home From Home und Kingwood abfeuern. Ansonsten wird sicherlich auf der anschließenden Clubtour wieder die Pogo-Keule von Millencolin ausgepackt:

21.04. Berlin - Columbia Club, 22.04. Nürnberg - Löwensaal, 23.04. Wiesbaden - Schlachthof, 25.04. München - Tonhalle

28. Februar 2008

Fury in the Slaughterhouse - Farewell & Goodbye

Fury in the Slaughterhouse

Als Fury in the Slaughterhouse im September letzten Jahres ihre Auflösung bekannt gaben, war dies für bekennende Wegbegleiter des Sextetts aus Hannover zwar ein Schock, jedoch wenig überraschend. So grassierten bereits seit längerem Trennungsgerüchte, die durch verschiedenen Soloprojekte einzelner Bandmitglieder immer wieder angeheizt wurden. Das mit dem Abschied nach 20jährigem Bandjubiläum auch für weniger treue Fans ein Hauch von Wehmut mitschwingt, liegt sicherlich am beeindruckenden, die deutsche Musiklandschaft prägenden Werdegang der Hannoveraner.

Jenseits von Hype und Skandalen erschufen Fury mit Jau, Mono und Brilliant Thieves unvergessliche Alben, machten sich mit Songs wie Radio Orchid, Time to Wonder und Every Generation Got Its Own Disease in nahezu jedem Gehörgang breit und errangen als “beste irische Band seit U2″ sogar in Übersee Erfolge. Um sich würdig von ihren Anhängern zu verabschieden, begeben sich Fury in the Slaughterhouse ab Ende März nochmal auf ausgedehnte Konzert- und Festivaltour, welche in ihrer Heimatstadt am 30. August ihren krönenden und endgültigen Abschluss finden soll. Kompletten Beitrag lesen …

24. Februar 2008

Neues Web-TV für Live-Konzerte

Warner MusicNicht erst seit den Einbrüchen bei den Plattenverkäufen suchen die Labels nach neuen Möglichkeiten, um von den Künstlern über das CD-Geschäft hinaus zu profitieren. Mit sogenannten 360-Grad-Deals wollen sie sich verstärkt zusätzliche Einnahmequellen wie Verlagsrechte, Merchandise, Managementanteile und das lukrative Konzertgeschäft sichern. Dabei kam es in letzter Zeit zu einigen ungewöhnlichen Kooperationen, die manchmal sogar für den Musikliebhaber gewinnbringend erscheint.

So vermeldete das Branchenmagazin Billboard unter Berufung auf Insider unlängst, dass Warner Music in Großbritannien noch in diesem Jahr ein Web-TV-Angebot starten will, auf dem via Stream ausschließlich Live-Konzerte aus den Sparten Pop, Rock und Klassik übertragen werden sollen. Der Musikkonzern hat sich hierfür das britische Indie-Label Beggars Group, den Konzert-Veranstalter Mama Group sowie den Online-Video-Spezialisten Perform Group ins Boot geholt. Die meisten der bis zu 300 Konzertübertragungen auf dem neuen Sender “Lovelive Channel” sollen dabei anzeigenfinanziert und kostenlos abrufbar sein.

20. Februar 2008

Goldfrapp - Seventh Tree

GoldfrappSollten Alison Goldfrapp und Will Gregory eines Tages nach einem passenden Haustier für ihren Bungalow im pittoresken Städtchen Bath, dem fast schon traditionellen Aufnahmeort des englischen Duos, suchen, so kann die Wahl nur auf ein Chamäleon fallen. Wie dieses Reptil auf der Balz die Farbe, so ändern Goldfrapp beinahe mit jeder neuen Platte ihr Klangspektrum.

Verstreute das Debüt Felt Mountain (2000) noch seinen subtilen und morbiden Charme im Ambient-Kosmos, so zeigte der Nachfolger Black Cherry (2003) bereits eine rapide Entwicklung zum 80er-Synthiepop, der schließlich im Seventies-Glamour-Disco-Beat des Platin-Albums Supernature (2005) mündete.

Da scheint es nur konsequent, dass Goldfrapp auf ihrem vierten Longplayer Seventh Tree erneut den radikalen Bruch zelebrieren und mit sinnlich-sphärischen Songs zwischen Folk und klassischem Scorepop aufwarten. Was Dancefloor- und Glitzerkugelfans verstören und die Ambient-Anhängerschaft erfreuen mag, beweist wieder einmal, dass Goldfrapp alles andere als langweilig sind.

Mehr über Goldfrapp in “A Short Film” (10:30 min) via Streamlink für den Real Media Player oder den Windows Media Player.

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