Goldfrapp - Seventh Tree
Sollten Alison Goldfrapp und Will Gregory eines Tages nach einem passenden Haustier für ihren Bungalow im pittoresken Städtchen Bath, dem fast schon traditionellen Aufnahmeort des englischen Duos, suchen, so kann die Wahl nur auf ein Chamäleon fallen. Wie dieses Reptil auf der Balz die Farbe, so ändern Goldfrapp beinahe mit jeder neuen Platte ihr Klangspektrum.
Verstreute das Debüt Felt Mountain (2000) noch seinen subtilen und morbiden Charme im Ambient-Kosmos, so zeigte der Nachfolger Black Cherry (2003) bereits eine rapide Entwicklung zum 80er-Synthiepop, der schließlich im Seventies-Glamour-Disco-Beat des Platin-Albums Supernature (2005) mündete.
Da scheint es nur konsequent, dass Goldfrapp auf ihrem vierten Longplayer Seventh Tree erneut den radikalen Bruch zelebrieren und mit sinnlich-sphärischen Songs zwischen Folk und klassischem Scorepop aufwarten. Was Dancefloor- und Glitzerkugelfans verstören und die Ambient-Anhängerschaft erfreuen mag, beweist wieder einmal, dass Goldfrapp alles andere als langweilig sind.
Mehr über Goldfrapp in “A Short Film” (10:30 min) via Streamlink für den Real Media Player oder den Windows Media Player.
Trackback
RSS Feed




Noch keine Kommentare!